Kosten und Fakten zur 24-Stunden-Betreuung 2026
Die 24-Stunden-Betreuung zu Hause wird in Deutschland immer wichtiger. Sie ermöglicht pflegebedürftigen Menschen, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. In diesem Beitrag werden Kosten, Arbeitszeiten, rechtliche Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten für 2026 erläutert.
Leistungen einer 24-Stunden-Betreuungskraft
Eine 24-Stunden-Betreuungskraft unterstützt pflegebedürftige Personen oft bei der Grundpflege, Haushaltsführung und sozialen Begleitung. Zu den typischen Aufgaben zählen:
- Unterstützung bei der Körperpflege (z. B. Waschen, Ankleiden)
- Hilfe bei der Mobilität innerhalb der Wohnung
- Begleitung im Alltag (z. B. Einkäufe, Arztbesuche)
- Hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Kochen und Reinigen
Wichtig ist, dass medizinische Aufgaben wie die Gabe von Medikamenten oder Verbandswechsel nur von entsprechend qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden dürfen, sofern dies ärztlich verordnet ist.
Arbeitszeit und Ruhezeiten
Der Begriff “24-Stunden-Betreuung” bedeutet nicht, dass die Betreuungskraft rund um die Uhr ohne Unterbrechung arbeitet. Üblicherweise ist die maximale tägliche Arbeitszeit nach deutschem Arbeitsrecht auf etwa 8 bis 10 Stunden begrenzt. Nachts ist häufig Rufbereitschaft vorgesehen, in der keine aktive Arbeit erforderlich ist, jedoch schnelle Hilfe möglich sein soll.
Die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten und Wochenarbeitszeiten, die in der Regel 48 Stunden nicht überschreiten, müssen eingehalten werden. Diese Regelungen dienen dem Gesundheitsschutz und der Vermeidung von Überbelastung der Betreuungskräfte.
Wohnbedingungen der Betreuungskraft
Damit ein angenehmes Zusammenleben gewährleistet ist, sollten bestimmte Bedingungen für die Unterbringung geschaffen werden. Dazu gehört ein privater, abgeschlossener Schlaf- und Aufenthaltsbereich mit angemessener Ausstattung. Außerdem ist genügend Raum für persönliche Gegenstände und Rückzugsmöglichkeiten wichtig.
Eine angenehme Wohnsituation fördert nicht nur das Wohlbefinden der Betreuungskraft, sondern trägt auch zur Qualität der Pflege bei.
Rechtliche Aspekte
Die Beschäftigung einer 24-Stunden-Betreuungskraft muss den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Dazu gehören:
- Anmeldung und Anmeldung bei den Sozialversicherungsträgern
- Einhaltung arbeitsrechtlicher Bestimmungen
- Gültige Aufenthaltserlaubnisse, sofern die Betreuungskraft aus dem Ausland stammt
Illegale Beschäftigung oder nicht angemessene Vertragsgestaltung können rechtliche Konsequenzen für alle Beteiligten haben.
Förderung und Unterstützung durch die Pflegeversicherung
In Deutschland können Leistungen der Pflegeversicherung einen Teil der Kosten für häusliche Betreuung abdecken. Abhängig vom Pflegegrad stehen folgende Unterstützungsleistungen zur Verfügung:
- Pflegegeld zur freien Verwendung für selbst organisierte Betreuung
- Pflegesachleistungen für professionelle ambulante Dienste
- Kombination von Pflegegeld und Sachleistungen
Darüber hinaus können unter bestimmten Voraussetzungen Aufwendungen für Betreuungsleistungen steuerlich geltend gemacht werden.
Typische Kosten in Deutschland (2026)
Bei der häuslichen 24-Stunden-Betreuung variieren die monatlichen Kosten je nach Umfang der Leistungen und Vertragsform. Typische Preisbereiche sind:
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Einfache Betreuung: Ca. 2.500 bis 2.800 Euro pro Monat – umfasst Grundpflege und Grundbetreuung, meist ohne Sozialversicherungsbeiträge bei privat organisierter Betreuung.
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Standardbetreuung: Etwa 2.800 bis 3.500 Euro monatlich – häufig mit sozialversicherter Beschäftigung, zusätzlicher Unterstützung im Haushalt und mehr Arbeitsstunden.
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Umfangreiche Betreuung: Von 3.500 Euro aufwärts – beinhaltet häufig professionelle Agenturleistungen, mehrere Betreuungskräfte im Wechsel oder zusätzliche Sonderleistungen.
Die exakten Kosten hängen zudem von regionalen Unterschieden, Qualifikation der Betreuungskraft und weiteren individuellen Faktoren ab.
Zusammenfassung
Die 24-Stunden-Betreuung zuhause stellt für viele Pflegebedürftige in Deutschland eine Möglichkeit dar, länger im vertrauten Umfeld leben zu können. Dabei sollten Arbeitszeiten, rechtliche Vorgaben, Wohnbedingungen sowie Finanzierungsmöglichkeiten genau beachtet werden. Kosten liegen 2026 im Durchschnitt zwischen 2.500 und 3.500 Euro monatlich, abhängig von den gebuchten Leistungen und der vertraglichen Ausgestaltung. Die Pflegeversicherung kann hierbei teilweise unterstützen, steuerliche Erleichterungen sind ebenfalls möglich.