Sonnencreme im Test: Worauf sollte man beim Sonnenschutz achten?
Der Sommer 2026 steht vor der Tür und die Deutschen zieht es wieder an Nord- und Ostsee oder in die Alpen. Doch welche Sonnencreme schützt wirklich zuverlässig? Unser Test zeigt, worauf Verbraucher in Deutschland beim Sonnenschutz achten sollten – von Hautverträglichkeit bis hin zu umweltfreundlichen Inhaltsstoffen. Hier erfahren Sie, welche Produkte empfohlen werden und worauf Sie beim Kauf achten sollten, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Sonnenlicht wirkt auf viele angenehm – zugleich können UV-Strahlen die Haut nachhaltig schädigen. Wenn Sonnencremes „im Test“ stehen, geht es deshalb meist um zwei Dinge: Wie zuverlässig ist der Schutz (insbesondere gegen UVA und UVB) und wie gut lässt sich das Produkt im Alltag anwenden. Zusätzlich spielen Hautgefühl, Verträglichkeit, Inhaltsstoffe und zunehmend Umweltaspekte eine Rolle. Wer diese Kriterien kennt, kann Testergebnisse besser einordnen und die Auswahl an Produkten gezielter eingrenzen.
UV-Schutzfaktor und deutsche Empfehlungen
Der UV-Schutzfaktor (LSF) bezieht sich vor allem auf UVB-Strahlung, die Sonnenbrand auslöst. Für die Praxis ist wichtig: Ein höherer LSF ersetzt keine ausreichende Menge. Als Faustregel gelten etwa 2 mg pro cm² Haut – für Erwachsene sind das grob 30–40 ml für den ganzen Körper. In Deutschland wird für längere Aufenthalte im Freien häufig mindestens LSF 30 empfohlen, bei heller Haut, in den Bergen, am Wasser oder bei empfindlicher Haut oft LSF 50/50+. Achten Sie außerdem auf einen ausgewiesenen UVA-Schutz: In der EU ist das UVA-Logo (UVA im Kreis) üblich und signalisiert, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes erreicht. Das ist relevant, weil UVA-Strahlen tiefer in die Haut eindringen und zur Hautalterung beitragen können.
Auch die Anwendung gehört zu den Kernkriterien in Produkttests: rechtzeitig auftragen (typisch 20–30 Minuten vor Sonne, je nach Produktangabe), großzügig verteilen und regelmäßig nachlegen – besonders nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder Abtrocknen. Nachcremen verlängert die maximale Eigenschutzzeit nicht beliebig, hilft aber, die Schutzschicht aufrechtzuerhalten.
Mineralisch oder chemisch – was passt zu mir?
Ob ein Produkt zu Ihnen passt, hängt oft von Filtertyp, Hautgefühl und Einsatz ab. Mineralische Filter (z. B. auf Basis von Zinkoxid oder Titandioxid) liegen als Partikel auf der Haut und streuen bzw. reflektieren einen Teil der Strahlung. Viele empfinden sie als gut verträglich, allerdings können sie sichtbarer sein (Weißel-Effekt) oder sich „schwerer“ anfühlen – wobei moderne Formulierungen hier deutlich weiter sind. Chemische (organische) Filter absorbieren UV-Strahlung und wandeln sie in Wärme um. Sie lassen sich häufig transparenter formulieren und sind beliebt für den Alltag, Sport oder unter Make-up.
In Tests wird dabei nicht nur die Schutzleistung betrachtet, sondern auch Stabilität bei Hitze, Schweiß oder Wasser sowie das Sensorik-Profil: klebrig oder leicht, parfümiert oder unparfümiert, mit Alkoholanteil oder ohne. Für den Alltag kann eine angenehm zu tragende Textur entscheidend sein – denn der beste Schutz bringt wenig, wenn er zu sparsam aufgetragen wird.
Hautverträglichkeit bei sensibler Haut
Wer zu sensibler Haut, Neurodermitis, Rosazea oder Allergieneigung neigt, profitiert meist von möglichst einfachen Formulierungen: ohne Duftstoffe, mit wenigen potenziell irritierenden Zusätzen und mit klarer Deklaration. In Produkttests wird Verträglichkeit häufig indirekt über Inhaltsstoffprofile und Nutzerfeedback bewertet; individuell kann die Reaktion dennoch variieren. Praktisch hilfreich sind daher: Patch-Test an einer kleinen Hautstelle, langsames Herantasten und die Wahl von Produkten, die als „für empfindliche Haut“ oder „parfümfrei“ gekennzeichnet sind.
Achten Sie auch auf die Produktform: Fluids können sich leichter verteilen, Sprays sind praktisch, führen aber bei Wind schnell zu zu geringer Dosierung; außerdem sollte Sprühnebel nicht eingeatmet werden. Für das Gesicht sind spezielle Gesichts-Sonnencremes oft angenehmer, weil sie weniger glänzen oder besser mit Pflegeprodukten harmonieren. Bei Kindern empfehlen viele Fachstellen Produkte, die für Kinder/Hautbarriere optimiert sind, plus Schatten, Kleidung und Kopfbedeckung als zusätzliche Schutzmaßnahmen.
Nachhaltigkeit und Umwelt bei Sonnencremes
„Nachhaltigkeit“ ist bei Sonnencreme vielschichtig: Verpackung (z. B. Recyclinganteil, Nachfüllsysteme), Formulierung (z. B. Mikroplastik-Diskussion, wasserlösliche Polymere, Duftstoffe) und Nutzung (z. B. Abwaschverhalten im Wasser). Verlässliche Orientierung bieten nachvollziehbare, transparente Angaben statt vager Werbeworte. In Europa sind UV-Filter reguliert; dennoch können Umweltaspekte je nach Region unterschiedlich bewertet werden, etwa in sensiblen Gewässern. Wenn Sie häufig im Freien und am Wasser sind, kann es sinnvoll sein, zusätzlich auf physikalische Schutzmaßnahmen zu setzen: UV-Schutzkleidung, Schattenzeiten, Hut und Sonnenbrille reduzieren die notwendige Produktmenge und damit auch Einträge.
Auch „wasserfest“ ist ein Prüfpunkt in Tests: Wasserfest bedeutet nicht „den ganzen Tag geschützt“. Selbst wasserfeste Produkte sollten nach dem Baden und Abtrocknen erneut aufgetragen werden. Eine realistische Routine ist oft der nachhaltigste Ansatz, weil sie Sonnenbrände verhindert und Fehlanwendungen reduziert.
Preis- und Produktvergleich aus der Praxis: In Deutschland liegen Sonnencremes je nach Marke, Filtertechnologie, Verpackungsgröße und Zielgruppe häufig in einer Spanne von etwa 5 bis 30 Euro pro 200 ml; Gesichtsprodukte (meist 40–50 ml) sind pro Milliliter oft deutlich teurer. Drogeriemarken sind häufig günstiger, Apotheken- und Dermokosmetik-Marken liegen eher im mittleren bis höheren Bereich. Online-Preise schwanken zusätzlich durch Aktionen, Packungsgrößen und Sortimentswechsel.
| Produkt/Service Name | Provider | Key Features | Cost Estimation |
|---|---|---|---|
| NIVEA Sun Schutz & Pflege (z. B. LSF 30/50) | NIVEA | breite Verfügbarkeit, verschiedene Texturen | ca. 6–15 € (200 ml) |
| Sundance Sonnenmilch/-spray (z. B. LSF 30/50) | dm | Drogerie-Eigenmarke, häufig gute Preis/Volumen-Relation | ca. 3–8 € (200 ml) |
| Sun Ozon Sonnenmilch/-spray (z. B. LSF 30/50) | Rossmann | Drogerie-Eigenmarke, verschiedene Varianten | ca. 3–8 € (200 ml) |
| Anthelios UVMune 400 (z. B. Fluid) | La Roche-Posay | Fokus auf Gesicht, oft sehr leichte Fluids | ca. 15–25 € (50 ml) |
| Eucerin Sun (z. B. Gel-Creme/Fluid) | Eucerin | häufig für empfindliche Haut beworben, mehrere Linien | ca. 12–25 € (50–200 ml) |
| Avène Sun (z. B. Fluid/Creme) | Eau Thermale Avène | häufig parfümarme/hautberuhigende Positionierung | ca. 12–25 € (50–200 ml) |
Die in diesem Artikel genannten Preise, Tarife oder Kostenschätzungen basieren auf den zuletzt verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Vor finanziellen Entscheidungen wird zu unabhängiger Recherche geraten.
Sonnencreme-Tests sind am hilfreichsten, wenn man ihre Kriterien kennt: ausreichender UVB- und ausgewiesener UVA-Schutz, passende Textur für konsequente Anwendung, gute Verträglichkeit und ein Umgang, der Umweltaspekte berücksichtigt. Am Ende entscheidet oft die Kombination aus Schutzleistung und Alltagstauglichkeit – denn regelmäßiges, großzügiges Auftragen ist der entscheidende Schritt, damit Sonnenschutz zuverlässig wirkt.
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Bitte konsultieren Sie für eine individuelle Einschätzung und Behandlung eine qualifizierte medizinische Fachkraft.