Putzfrauen 2026: Kosten, Ersparnisse und Tipps für Schweizer Haushalte

Die Beschäftigung einer Reinigungskraft wird für viele Schweizer Haushalte zu einer wichtigen Entscheidung. Zwischen steigenden Lebenshaltungskosten und dem Wunsch nach mehr Freizeit suchen Familien nach praktischen Lösungen für die Haushaltsführung. Dabei spielen nicht nur die direkten Kosten eine Rolle, sondern auch rechtliche Aspekte und verschiedene Beschäftigungsmodelle. Eine fundierte Übersicht über aktuelle Tarife, Sparmöglichkeiten und wichtige Rahmenbedingungen hilft bei der optimalen Entscheidungsfindung für den eigenen Haushalt.

Putzfrauen 2026: Kosten, Ersparnisse und Tipps für Schweizer Haushalte

Wer die Wohnungsreinigung regelmässig an eine Putzfrau oder einen Putzmann übergibt, gewinnt Zeit und Planungssicherheit im Alltag. Gleichzeitig tauchen aber schnell Fragen auf: Welche Stundenlöhne sind im Jahr 2026 üblich, wie setzen sich die Gesamtkosten zusammen, und worauf muss man rechtlich achten, wenn man im eigenen Haushalt eine Person beschäftigt statt einfach einen anonymen Service zu buchen.

Aktuelle Stundenlöhne für Reinigungskräfte in der Schweiz

Die Stundenlöhne für Reinigungskräfte in Schweizer Privathaushalten liegen 2026 typischerweise im Bereich von rund 25 bis 32 Schweizer Franken brutto pro Stunde bei einer direkten Anstellung. In einigen Kantonen gibt es Normalarbeitsverträge für den Hausdienst, die Mindestlöhne vorsehen, welche je nach Region, Erfahrung und Ausbildung höher liegen können. Wer fair bezahlen möchte, orientiert sich eher im oberen Bereich der üblichen Spanne.

Beauftragt man eine Reinigungsfirma oder eine professionelle Plattform, sind die Stundensätze für Kundinnen und Kunden deutlich höher, weil darin Sozialabgaben, Versicherungen, Administration und Marge enthalten sind. Je nach Anbieter und Kanton bewegen sich die Rechnungsbeträge häufig zwischen etwa 35 und 50 Franken pro Stunde. Ein Teil davon geht an die angestellte Reinigungskraft, der Rest deckt die Kostenstruktur des Unternehmens ab.

Einflussfaktoren auf Vergütung und Servicekosten

Die konkrete Vergütung hängt stark von der Region und vom Arbeitsort ab. In städtischen Gebieten wie Zürich, Basel oder Genf sind Löhne und Servicepreise in der Regel höher als in ländlichen Regionen. Auch die Art der Arbeit spielt eine Rolle: Reine Unterhaltsreinigung ist meist günstiger als Einsätze nach einem Umzug, Baureinigungen oder spezialisierte Aufgaben wie Fensterreinigung oder das Reinigen von Polstern.

Zusätzlich beeinflussen Qualifikation und Zuverlässigkeit die Vergütung. Reinigungskräfte mit langen Referenzen, hoher Sprachkompetenz oder zusätzlichen Aufgaben wie Waschen, Bügeln oder gelegentlicher Kinderbetreuung verhandeln meist höhere Stundenlöhne. Für Auftraggeberinnen und Auftraggeber lohnt es sich, diese Faktoren bewusst zu prüfen, anstatt nur auf den tiefstmöglichen Preis zu achten, da Kontinuität und Vertrauenswürdigkeit im Privathaushalt besonders wichtig sind.

Monatliche Aufwendungen für regelmässige Haushaltsreinigung

Für eine grobe Budgetplanung ist hilfreich, vom wöchentlichen Bedarf auszugehen. Benötigt ein typischer Zwei bis Dreipersonenhaushalt beispielsweise zwei bis drei Stunden Reinigung pro Woche, ergeben sich bei einem Kundenpreis von 38 bis 45 Franken pro Stunde monatliche Gesamtkosten von ungefähr 300 bis 550 Franken, je nachdem, ob die Einsätze wöchentlich oder alle zwei Wochen stattfinden. Bei direkter Anstellung mit einem Bruttolohn von etwa 27 bis 30 Franken pro Stunde kommen noch Sozialabgaben und Versicherungsprämien hinzu, sodass die effektiven Arbeitgeberkosten meist bei 28 bis 35 Franken pro Stunde liegen.


Produkt oder Dienstleistung Anbieter Kostenschätzung 2026 pro Stunde
Regelmässige Wohnungsreinigung Batmaid ca. 38 bis 44 CHF je nach Region und Häufigkeit
Haushaltsreinigung über Online Plattform Helpling ca. 32 bis 38 CHF, individuell je Reinigungskraft
Putzabo für Privatwohnungen Putzfrauenagentur.ch ca. 40 bis 45 CHF, meist inkl. Versicherung
Direkt angestellte Reinigungskraft zuhause Privater Haushalt ca. 28 bis 35 CHF Arbeitgeberkosten inkl. Abgaben

Die in diesem Artikel genannten Preise, Tarife oder Kostenschätzungen basieren auf den aktuell verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Vor finanziellen Entscheidungen wird eine unabhängige Recherche empfohlen.

Wer sparen möchte, ohne die Fairness zu vernachlässigen, kann Einsätze bündeln, zum Beispiel statt wöchentlich zwei Stunden alle zwei Wochen vier Stunden. Auch klare Absprachen zur Vorbereitung, etwa Aufräumen durch den Haushalt selbst, reduzieren die benötigte Putzzeit. Gleichzeitig sollte man nicht an Pflichtabgaben oder Versicherungen sparen, da hier im Schadenfall hohe Kosten oder rechtliche Probleme drohen.

Rechtliche Rahmenbedingungen im Privathaushalt

Sobald eine Reinigungskraft regelmässig im Privathaushalt arbeitet und ein Lohn bezahlt wird, gelten in der Schweiz arbeitsrechtliche und sozialversicherungsrechtliche Vorschriften. Dazu zählen insbesondere die Anmeldung bei der AHV Ausgleichskasse, die Abrechnung von Sozialversicherungsbeiträgen sowie der Abschluss einer obligatorischen Unfallversicherung für die angestellte Person. Für kleinere Einkommen kann das vereinfachte Abrechnungsverfahren genutzt werden, das Steuern und Beiträge in einer Zahlung zusammenfasst.

Ein schriftlicher Arbeitsvertrag schafft Klarheit zu Stundenlohn, Arbeitsumfang, Ferienanspruch, Kündigungsfristen und Spesenregelung. Zu beachten sind gesetzliche Mindestferien von in der Regel mindestens vier Wochen pro Jahr bei einer Vollzeitstelle, beziehungsweise ein anteilsmässiger Ferienlohn bei Stundenbasis. In gewissen Kantonen existieren Normalarbeitsverträge mit verbindlichen Mindestlöhnen und weiteren Vorgaben, die auch für Putzkräfte im Privathaushalt gelten können und deshalb vor einer Anstellung geprüft werden sollten.

Am Ende lohnt sich ein transparenter und rechtlich sauber geregelter Rahmen für beide Seiten. Haushalte wissen, mit welchen monatlichen Kosten sie realistisch rechnen müssen und vermeiden spätere Nachforderungen oder Streitigkeiten. Reinigungskräfte erhalten im Gegenzug eine faire Entlohnung, soziale Absicherung und klare Bedingungen, was langfristig zu stabilen und vertrauensvollen Arbeitsverhältnissen im Haushalt beiträgt.